Prof. Dr. Thomas Söbbing, LL.M. (HHU)

Professur für Zivil- und Digitales Recht mit dem Schwerpunkt Rechtsethik Künstlicher Intelligenz
Hochschule Kaiserslautern | Campus Zweibrücken

Leiter des Studiengangs Wirtschaft und Recht (M.A.) in
Kooperation mit dem Pfälzischen Oberlandesgericht

Leiter des Studiengangs Wirtschaft und Recht (B.A.) in
Kooperation mit dem Pfälzischen Oberlandesgericht

Mitglied im Forschungsausschuss der
Hochschule Kaiserslautern

Profil

Thomas Söbbing ist ein deutscher Jurist, der grundlegende Arbeiten auf den Gebieten des Digitalen Rechts sowie zu den Rechtsfragen künstlicher Intelligenz veröffentlicht hat und auf eine 20-jährige juristische Erfahrung in namhaften Unternehmen zurückblicken kann. Bereits 2017 wurde er von Legal 500 als „Most Influential Lawyer in Business“ ausgezeichnet.

Söbbing verfasste das erste Buch zum KI-Recht in deutscher Sprache, schrieb das Handbuch IT-Outsourcing (1200 S.) und zeigte auf, wie sich die mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Contract Theory von Hart (Harvard) und Holmström (MIT) methodisch auf IT-Verträge übertragen lässt. Er ist Autor von neun Fachbüchern und fast 300 wissenschaftlichen Artikeln, sodass seine Publikationen in der juristischen Datenbank „juris“ in mehreren tausend Fundstellen zitiert werden. Ferner war er Dozent bei über 400 Management-Seminaren und gilt daher als einflussreicher Tech-Lawyer.

Vor seiner Professur arbeitete Söbbing für KPMG (Projektleiter), Siemens (Head of Legal Contract Management), Deutsche Leasing (Chief Legal Specialist), CRIF Bürgel (Head of Legal & Compliance) und Solcom (General Counsel) und leitete dabei unter anderem größere Rechtsabteilungen mit mehreren Teams. Er betreute den umsatzstärksten Vertrag der Siemens AG (ca. 8 Mrd. €), führte Verhandlungen mit hunderten von Unternehmen, darunter drei Viertel aller DAX-Konzerne, und wurde so in die „General Counsel Powerlist“ von Legal 500 aufgenommen.

Er lehrte zudem kurzzeitig in Oxford, Cambridge und Liechtenstein, bevor er einem Ruf nach Kaiserslautern folgte. Heute ist er Professor für Zivil- und Digitales Recht mit dem Schwerpunkt Rechtsethik künstlicher Intelligenz, Studiengangsleiter der Studiengänge Wirtschaft & Recht (Bachelor/Master) und verantwortlich für die Kooperation mit dem Pfälzischen Oberlandesgericht.

Söbbing lehnte eine Berufung als Richter an das Oberlandesgericht ab und unterstützt heute als Of Counsel die renommierte Kanzlei Gabor Partners. Daneben ist er Mitglied im Advisory Board eines Telekom-Spin-offs und war als Secondee für eine multinationale Bankgruppe, ein führendes Softwareunternehmen sowie ein globales Fashionlabel tätig.

Da ihm die Förderung junger Talente sehr wichtig ist, erstellt er pro bono Gutachten für die Promotionsförderung der Studienstiftung des deutschen Volkes. Zudem ist er im Herausgeberrat der Fachzeitschrift „Medien & Recht International“, gehört dem ständigen Autorenteam des „IT-Rechtsberater“ an und beriet über viele Jahre als ständiger Berater das „Handelsblatt“.

Die Betrachtung digitaler und KI-rechtlicher Fragestellungen ist heute nur noch in globalem Kontext möglich. Aus diesem Grund hat Söbbing an internationalen Konferenzen in Stanford, Vancouver, Singapur, Shenzhen, Venedig, Vilnius, Lausanne und Genf teilgenommen und mit Experten unter anderem von Google, Meta, OpenAI, NVIDIA und den Vereinten Nationen diskutiert.

Söbbing studierte Jura an den Universitäten in Münster, Düsseldorf und Washington (State), war Mitarbeiter von Thomas Hoeren am ITM in Münster und absolvierte Programme in Harvard, Stanford, Oxford, Shanghai und St. Gallen.

Er ist Mitglied im Academic Council on the United Nations System, bei den Freunden des Aspen Institute Germany und in der Harvard Law School Association of Germany.